LiSL Digital: BUNTeswehr – wie hält es unsere Parlamentsarmee mit Diversity?

“BUNTeswehr – wie hält es unsere Parlamentsarmee mit Diversity?“

Jahrzehntelang haben die Bundeswehr und auch die NVA homosexuelle Soldaten mit unehrenhaften Entlassungen und Berufsverboten schikaniert.

Der Gesetzentwurf zur Rehabilitierung homosexueller Bundeswehrangehöriger ist ein überfälliges und wichtiges Signal an die Betroffenen.

Wer wird nun wie entschädigt? Wie sollte der Gesetzentwurf weiter verbessert werden? Wie vielfältig ist die Bundeswehr inzwischen? Und wie kann Alltagsdiskriminierung in der Truppe weiter abgebaut werden?

Über diese und weitere Fragen diskutieren wir am 10. Dezember um 19:00 Uhr mit Sven Bäring, dem Vorsitzenden von QueerBW.

Hier die Einwahldaten für das Gespräch:

Am Meeting könnt ihr per Computer, Tablet oder Smartphone teilnehmen.

https://global.gotomeeting.com/join/403462077

Ebenso steht eine Telefoneinwahl zur Verfügung:

Deutschland: +49 892 0194 301

Zugangscode: 403-462-077

LiSL-Programm zur Bundestagswahl verabschiedet / Nachwahlen zum Bundesvorstand

v.l.n.r.: Michael Kauch, Andre Lehmann, Sabine Bauckhage, Jens Brandenburg MdB (Nina Winands konnte nicht vor Ort sein)

Bei der gestrigen Bundesmitgliederversammlung in Berlin haben die Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL) ihr Programm für die Bundestagswahl 2021 verabschiedet und zugleich drei Positionen für den Bundesvorstand nachgewählt.

Neuer stellvertretender Bundesvorsitzender ist 28-jährige Andre Lehmann. Der gebürtige Bayer und Noch-Berliner war stellvertretender Bundesvorsitzender der Jungen Liberalen und tritt in Kürze eine neue berufliche Aufgabe in Brüssel an. Er wird die Kampagnen von LiSL betreuen.

Neu im Bundesvorstand sind Nina Winands. Die 24-jährige Neu-Berlinerin ist Studentin und war zuvor u.a. als AStA-Referentin in Mainz engagiert. Ebenfalls in den Bundesvorstand gewählt wurde Sabine Bauckhage. Die 53-jährige IT-Projektmanagerin kommt aus Bielefeld und war bis September die LiSL-Landesvorsitzende in NRW. LiSL-Bundesvorsitzender Michael Kauch gratulierte den Gewählten und freute sich insbesondere, dass der Vorstand jünger und weiblicher wird.


Inhaltlich stand die Beratung des Programms zur Bundestagswahl im Mittelpunkt, das von Jens Brandenburg MdB eingebracht wurde. Im Beschluss fordert LiSL u.a. einen besseren Rechtsrahmen für alle Formen von Regenbogenfamilien (inklusive rechtlicher Mehrelternschaft), die Zulassung von Leihmutterschaft und Eizellenspende, das Ende der Trans*-Diskriminierung im Recht, die Ergänzung von Artikel 3 GG, die Förderung von Diversity Management am Arbeitsplatz, einen Nationalen Aktionsplan gegen Homo- und Transfeindlichkeit, Maßnahmen gegen Hasskriminalität und eine Stärkung der internationalen Menschenrechtspolitik für LSBTI.


Diese Punkte werden die Liberalen Schwulen und Lesben nun in die Programmkommission der FDP einbringen, die in den nächsten Monaten den Entwurf des Wahlprogramms der Freien Demokraten erarbeitet. „Wir sind zuversichtlich, dass sich sehr viele unserer Forderungen im FDP-Wahlprogramm wiederfinden werden“, so LiSL-Bundesvorsitzender Michael Kauch.

Neuer Landesvorstand von Liberale Schwule und Lesben Nordrhein-Westfalen.

Unser Bundesvorsitzender Michael Kauch dankte der bisherigen Vorsitzenden Sabine Bine Bauckhage für erfolgreiche zwei Jahre und gratulierte den neuen Team:

Landesvorsitzender Julian Kull (Köln)

Stellv. Vorsitzende: Sabine Bauckhage (Bielefeld), Patrick Guidato (Bochum)

Beisitzer/innen: Torsten Fried (Köln), Volker Borchers (Dortmund), Sascha Priebe (Gütersloh), Tabea Gandelheidt (Köln)

LiSL Nord wählt neuen Vorstand

Am vergangenen Freitag, den 31.07.2020 haben sich die Mitglieder der Liberalen Schwulen und Lesben Landesverband Nord (LiSL Nord) zu ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung in Hamburg zusammengefunden. 

Neben dem thematischen Bezug der LGBTIQ-Arbeit auf internationaler Ebene der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit waren neben zahlreichen Gästen aus Liberalen Vereinigungen auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Nölke
anwesend und bereicherten den Abend mit Beiträgen aus ihrem Tätigkeitsbereich. 

Besonderen Dank erhielt der ehemalige Bürgerschaftsabgeordnete Jens P. Meyer(FDP) für die gute Zusammenarbeit in den vergangen 5 Jahren. Dieser Dank galt auch seinem Team, das stets einen engen Kontakt zu LiSL Nord pflegte und viele gemeinsame Veranstaltungen organisierte. 

Turnusgemäß wurde im Verlaufe des Abends auch ein neuer Landesvorstand für die Zeit von zwei Jahren gewählt. Der neue Landesvorsitzende ist Stephan Billep-Türke. Camilla Joyce Thiele wurde in ihrem Amt als stellvertretende Landesvorsitzende bestätigt und ist zusammen mit dem Landesvorsitzenden seit Gründung des Landesverbandes im geschäftsführenden Vorstand tätig. Stéphanie Michélle Hochsprung und Jimmy Blum sind als stellvertretende Landesvorsitzende neu gewählt worden.
Weiterhin in ihren Ämtern bestätigt wurden der Landesschatzmeister Frank Haacker sowie die Beisitzer Gerd Barthold und Jörg Köntopp.
Finanzprüfer wurden Martin Scharlach und Christof Rieckmann. 

Zum Abschluss blickten alle zufrieden auf die vergangenen 6 Jahre und freuten sich über die Video-Grußworte von Katja Suding MdB ,René Domke und Minister Heiner Garg.

In seinem Schlusswort dankte der Landesvorsitzende allen ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre geleistete Arbeit. Besonderer Dank gilt den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern Jörg Welling und Marcel Zahn. Beide gehörten ebenfalls zu den Gründungsmitgliedern des Landesverbandes und waren seitdem im Vorstand tätig.

Kritik an Forderungen des CSD Berlin: Nicht in unserem Namen!


Zu den fünf Kernforderungen des CSD-Vereins Berlin gehört die Übernahme der Forderungen von Fridays for Future. Dazu erklärt der Bundesvorsitzende der Liberalen Schwulen und Lesben (LiSL), MICHAEL KAUCH:


Der Mehrheit des CSD Berlin ist der queerpolitische Kompass abhanden gekommen. Der CSD-Verein fordert also einen CO2-Preis von genau 180 Euro pro Tonne, schweigt aber zu Artikel 3, Blutspendeverbot oder Menschenrechtsverletzungen gegen LSBTI außerhalb Europas. Genauso schweigt er zur notwendigen Solidarität innerhalb der LSBTI-Community in der Corona-Krise. 

Der Mehrheit im CSD-Verein ist offenkundig die Unterstützung allgemeinpolitischer Ziele und ggf. auch parteipolitischer Interessen wichtiger als das Eintreten für seine Kernaufgaben. Er spaltet damit die Einheit der Community. Dazu sagen wir: nicht in unserem Namen. 

Die Kritik gilt ausdrücklich nicht der Solidarität mit der Black-Lives-Matter-Bewegung. Denn hier geht es wie bei LSBTI um Vielfalt und Diskriminierung. Ein solcher Bezug fehlt bei Fridays for Future komplett. Vor diesem Hintergrund begrüßen wir, dass unabhängig vom CSD-Verein am Wochenende in Berlin eine Demo mit klarem Fokus auf die Bürger- und Menschenrechte von LSBTI stattgefunden hat.